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Fohlenrundfahrt des Pferdezuchtvereins am 10. August 2023

Bei herrlichem Sommerwetter gingen, die Besuchten, die sich der Fahrt anschlossen, mitgerechnet, etwa 15 Vereinsmitglieder auf Fohlenrundfahrt. Die Zuchtbetriebe von vier Mitgliedern wurden besucht. Treffpunkt war der Westernpferdebetrieb Triple J Stables von Judith und Jörg Junker in Laubach.

Wir wurden auf einer sehr schönen Anlage mit großer Reithalle und vielen Hektar Weiden empfangen und mit der den meisten Mitreisenden weitgehend unbekannten Welt speziell der Quarterhorses vertraut gemacht: Judith Junker legt Wert auf die Zucht von Pferden im stabilen Arbeitstyp mit belastbaren Fundamenten, von denen wir einige Stuten und Fohlen „studieren“ durften. Der Betrieb ist EU-Besamungsstation, die während der Decksaison hauptsächlich mit Hengsten von Kunden betrieben wird und Samen in viele Länder Europas verschickt. Neben den Westernpferden gehören auch Lusitanohengste zum Angebot. Jeder Pferdezüchter hat die Möglichkeit, die Besamungsstation auch für Fremdbesamungen und ggfs. auch zur Samengewinnung zu nutzen. Wir verabschiedeten uns mit dem Wunsch, beizeiten in unserem Verein von Frau Junker mehr über die Zucht von Westernpferden zu erfahren.


Die zweite Station war die bekannte Zuchtstätte von Willi und Helma Schneider in Laubach. Willi Schneider berichtete, wie der Pferdezuchtbetrieb aus einer klassischen kleinen Hunsrücker LandwirtschaŌ mit dem Ankauf weniger guter Trakehnerstuten, deren Familien heute noch erfolgreich gepflegt werden, entstanden ist. Jährlich werden über zehn Fohlen bei Schneiders geboren. Es folgte eine beeindruckende Vorführung hervorragender Stuten und typ- und bewegungsstarker Fohlen und des Trakehnerhengstes Unicato in der Halle. Alle waren von der Qualität der Pferde, für die auch noch ein aussagekräŌiger Katalog, der auf dieser Seite zum Download verfügbar ist, erstellt worden war, begeistert. Auch beim Einsatz von Junghengsten wie Escaneno, San to Alati oder Tantalos hat Familie Schneider ein glückliches Händchen bewiesen. Überwältigend auch die Gasƞreundschaft: Jeder und jede konnte sich mit belegten Brötchen, Würstchen, Getränken etc. stärken.



Weiter ging es zum Betrieb von Dr. Alfons Woestmann in Windesheim. Hier wird mit ca. fünf Stuten gezüchtet, wobei die Stuten, die mehrere Fohlen haben, meist als Reitpferde verkauft werden, um Nachwuchs in die Zucht zu nehmen und auch immer wieder die Chance zum Zukauf interessanter Zuchtstuten zu nutzen. Alfons Woestmann arbeitet beim Hengsteinsatz fast ausschließlich mit dem Klosterhof Medingen seines Freundes Burkhard Wahler zusammen und kauft jedes Jahr noch Fohlen zur Aufzucht, um alljährlich etwa 10 Pferde verkaufen zu können. So konnten mehrere Fohlen der KlosterhoĬengste St. Emilion und Escaneno vorgeführt werden. Auch hier konnten die Fohlen überzeugen, wobei natürlich nie alle Jungpferde höchsten Ansprüchen genügen. Doch Alfons Woestmann wird auch nie müde zu betonen, dass wir alle die meisten Pferde als gehobene Freizeitpferde für die Durchschnittsreiterin züchten (müssen). Wie auch bei den anderen besuchten Warmblutzuchtbetrieben kommen auch bei Woestmann selten Springhengste zum Einsatz; eher werden hier mal Springpferde wie auch Ponys zugekauft und weitervermarktet.



Den Abschluss der Fahrt bildete der Steinfelderhof der Familie Martin in Eckenroth. Franz, Hildegard und Ronja Martin die alle begeisterte Pferdemenschen sind, können in diesem Jahr besondere Zuchterfolge feiern: Ihre Stute Fine Lady M von Fürstenlook aus der Charmeur`s Cherry ist für das Bundeschampionat der fünłährigen Dressurpferde qualifiziert und wir dort teilnehmen. Und der dreijährige Hengst Elocim v. Escamillo aus der First Love M v. Fürstenball, jetzt im Besitz des Gestütes Birkhof, ist überragender süddeutscher Champion geworden. Franz Martin hat seine Zucht mit einer Araberstute begonnen und momentan ist die Dream Lady One M von Dream of Glory – Amor die StammmuƩer der erfolgreichsten Pferde. Sehr interessante und qualitätvolle Fohlen der Hengste Segantini, Irondale, Glamourdale und Vitalis kamen zur Vorführung. Hier wird also auch hochklassige Genetik auf der Hengstseite eingesetzt. Zu guter Letzt präsentierte Ronja Martin mit berechtigtem Stolz die Stute First Love M, die sie als Amateurin zwei Mal mit beachtlichem Erfolg beim Bundeschampionat geritten hat, und die ja auch Mutter des Elocim ist. Leider ist First Love seit einiger Zeit nicht mehr tragend geworden. Geselliges Beisammensein bei Martins auf dem Hof mit interessanten Gesprächen bei Kaffee und Kuchen bildete den Abschluss der Fahrt. Großer Dank gebührt den vier Betrieben für ihre Gastfreundschaft und das tolle Herausbringen und Vorführen der Pferde.



Die Rückmeldungen zur Veranstaltung waren durchweg sehr positiv, und so wird es nächstes Jahr mit Sicherheit wieder auf Fohlenrundfahrt gehen.

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