Shamonda-Virus nun auch bei Pferd in Rheinland-Pfalz nachgewiesen
Das Shamonda-Virus (SHAV) ist inzwischen in mehreren Regionen Deutschlands nachgewiesen worden. Im Schwerpunkt waren bisher Rinder betroffen. Nun ist die Infektion leider auch bei Pferden, eines aus Rheinland-Pfalz stammend, aufgetreten.
Symptomatik (Quelle: Universität Zürich)
Betroffene Pferde wirken zu Beginn häufig teilnahmslos und abgeschlagen. Im weiteren Verlauf können neurologische Ausfälle auftreten mit ausgeprägter Schläfrigkeit und Koordinationsstörungen, so dass sie unsicher gehen oder schwanken. Zusätzlich können Muskelzuckungen und eine übermässige Empfindlichkeit auf Berührung oder andere Reize auftreten. Zum Teil zeigen betroffene Pferde Gleichgewichtsstörungen mit einer schiefen Kopfhaltung, unwillkürlichen Augenbewegungen, Schielen und sehr unsicherem Gang. Bei einem Teil der Pferde scheint die Erkrankung mild zu verlaufen und sich wieder zu bessern. Andere Tiere entwickeln jedoch schwere neurologische Symptome, die eine Euthanasie erforderlich machen.
Empfohlene Schutzmaßnahmen:
Sofern möglich - konsequenter Schutz vor Gnitzen , sie gelten als Überträger, z.B. der Einsatz geeigneter Repellentien, das Meiden gnitzenreicher Gebiete, saubere Tränken sowie der Aufenthalt der Tiere während der Dämmerung und Nacht im Stall, Fliegen- und Ekzemerdecken sowie Fliegenmasken.
Wichtig: Bei Auffälligkeiten oder einem Verdacht auf eine Infektion sollten Tierhalter umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt kontaktieren.
Nach aktuellem Kenntnisstand besteht kein relevantes Infektionsrisiko für Menschen.
In unserer Region beobachtet z. B. das Veterinäramt MYK die weitere Entwicklung und bewertet neue wissenschaftliche Erkenntnisse fortlaufend. Fragen? Nina Friese: Tel. 0261/108-705



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